Posted on 13-01-2014
Filed Under (Musik, Recently Bought, Recently Listened To) by Urius

Wenn man spät dran ist, sollte man nicht dämlich hinterherwatscheln, sondern lieber clever abkürzen. Das trifft auch beim musikalischen Jahresrückblick zu. Da habe ich ohnehin total den Überblick verloren, weshalb es ehrlich gesagt auch deutlich bequemer ist, einfach nach vorne zu blicken. Schließlich stehen bereits wieder die ersten potenziellen Hochkaräter in den Startlöchern. Zwei dieser vielversprechenden Werke habe ich bereits bestellt, genau gesagt handelt es sich dabei um die neuen Alben von Against Me! (Transgender Dysphoria Blues) und I Am The Avalanche (Wolverines). Ersteres lässt sich bereits komplett streamen. Habe ich auch soeben zum ersten Mal getan, ein richtiges Urteil habe ich mir aber noch nicht gebildet. Fest steht allerdings – und das stand schon seit geraumer Zeit fest – “Black Me Out” ist ein absoluter Hit. Bis zum heutigen Tag hatte ich allein die Akustik-Version circa 430 Mal auf Youtube angeschaut (unbedingt auschecken!!) und war dementsprechend gespannt, wie der Song mit der gesamten Band wirken würde. Auch wenn mir die Akustik-Version immer noch irgendwie besser gefällt, das Ding wird live einschlagen wie Santa im Kamin – 100 Prozent! Dem Album als Ganzes werde ich noch ein paar Tage Zeit zum Wirken geben, dann wird es ein endgültiges Fazit geben.

Der zweite heiße Kandidat für dieses Frühjahr ist die neue Scheibe von I Am The Avalanche. Die Vorgänger-Platte, Avalanche United, war ja bekanntermaßen ein absoluter Burner und mit Songs wie “Holy Fuck”, “Brooklyn Dodgers” oder “You’ve Got Spiders” vollgepackt mit Hits. Dementsprechend hoch sind jetzt auch meine Erwartungen an “Wolverines”.
Bislang gibt es nur einen Song zu hören. Er heißt “The Shape I’m In” und geht schon einmal in die richtige Richtung. Ich glaube aber, dass da noch Luft nach oben drin ist. Das Album kommt aber auch erst Mitte März, insofern ist also wohl noch etwas Geduld angesagt. Geil ist aber in jedem Fall, dass die Herren bereits fürs Groezrock gelistet sind. Für die Tour Variante der Platte dürfte es da zwar schon zu spät sein, aber der Auftritt wir für mich ganz sicher ein Pflichttermin.


You had a heart of gold. I know because I fucking sold it.

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Posted on 25-03-2013
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The Bronx - IV

The Bronx – IV (ATO Records) LP – 2013

Letzten Freitag war es mal wieder soweit: Solid Mail Day! Der gute Green Hell Mailorder hatte trotz technischer Probleme in den letzten Tagen den Weg zu meiner Behausung gefunden und ein kleines Paket abgeworfen. Darin unter anderem auch das neueste Album von The Bronx. Wie in so vielen anderen Fällen auch kann man hier zu dem Schluss kommen, dass es beim vierten Album nicht mehr ganz so ungeschliffen zugeht – interessiert mich aber eigentlich nicht, so lange dabei so gute Songs rauskommen wie etwa “Ribcage” oder “Youth Wasted”. Fakt ist: IV ist ein grundgeiles Rockalbum, wie man es während einer Autofahrt mit offenem Fenster hört oder etwa bei Sprengarbeiten. Es geht ordentlich vorwärts, verleitet nicht zu übermäßigem Nachdenken und kommt auch bei jenen gut an, denen ein Gang höher schon zu brutal gewesen wäre. Insofern mal wieder eine Empfehlung für die ganze Familie inklusive Hund.

Mir persönlich gefällt natürlich auch schöne und zugleich schlichte Aufmachung: Weißes Tier auf rotem Grund ist ja ein klassisches Motiv. Passenderweise ist auch das Vinyl rot, so dass sich ein ansprechendes Gesamtbild ergibt. Abgerundet wird das Ganze noch durch die reliefartige Ausarbeitung des sogenannten “Tijers”. Dat verleiht der janzen Sache eine jewisse Haptik, falls du wuaisst was isch maine?! Zum Abschluss noch einen Funfact für eventuelle Verlustfälle: Bei meiner Version der Platte lagen gleich zwei Lyrics-Sheets (auch wenn ich jetzt grade nicht sicher bin, ob überhaupt Lyrics drauf stehen) bei – hier kann notfalls nachgeliefert werden…


Sometimes the best laid plans still end with blood on your hands

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Posted on 14-12-2009

Entgegen meiner Befürchtung konnte ich vorvergangenen Samstag dann doch noch mit Begleitung nach Köln fahren. Nils, seines Zeichens Ikeaschreiner, kam mit und stellte sogar ein Navi, mit dem das Rumirren in den Kölner Straßenschluchten auf ein nicht gekanntes Minimum reduziert wurde. Auf der Hinfahrt stimmte ich den Atze schonmal darauf ein, was ihn vor Ort erwarten würde und gab ein Prognose bezüglich des Publikums ab, mit der ich auch recht behalten sollte.

Da ich zuvor noch einem Kollegen beim Renovieren geholfen hatte, kamen wir gerade rechtzeitig und mussten nicht lange auf die erste Band warten. Das waren “Fireworks” aus Metro Detroit, mit denen wir beide nicht so wirklich warm wurden.  Mir persönlich gelang es irgendwie nicht so richtig, die Jungs ernst zu nehmen, weshalb die Songs größtenteils an mir vorbeizogen, ohne besonderen Eindruck zu hinterlassen.

Die nachfolgende Band war “Broadway Calls” und mir von meinem favorisierten Vinyl-Distributor schon mehr oder weniger bekannt. Da das Trio bei VinylCollective schon mehr oder minder gehyped wurde, zweifelte ich schon etwas daran, dass die musikalische Kompatibilität vollends gegeben sein würde. Zumindest was den Rest des Publikum betraf, war das auch ganz richtig, würde ich mal behaupten. Das doch relativ junge Volk hatte sich – so zumindest mein Eindruck – doch eher auf “Fireworks” und “Set Your Goals” eingeschossen, weshalb bei “Broadway Calls” weniger los war als beim Opener. Meiner Meinung nach vollkommen zu Unrecht. Sowohl Nils als auch ich konnten den Jungs deutlich mehr abgewinnen, was für meinen Teil vermutlich auch daran lag, dass sie nicht ganz so hippelig, dafür aber ziemlich solide und einfach auf eine gewisse Weise straighter rockig waren. Als das Set durchgespielt war, hatte ich eigentlich schon das Gefühl, den besten Part des Konzerts gesehen zu haben, da ich mir von “Set Your Goals” irgendwie eine Enttäuschung erwartete.
Diese Befürchtung war jedoch gänzlich unbegründet, denn von Anfang an ging der Headliner in die Vollen. Die Bühnenpräsenz war schon beeindruckend, zwei sympathische Frontmannen, die sehr agil und souverän rüberkamen, ließen keinen Zweifel daran, wegen wem das Publikum hier angereist war. Soweit ich mich erinnere, war “Summer Jam” vom neuen Album der Opener und der brachte die Meute schon gut in Fahrt. Dass der Sound dabei überaus gut war, tat sein übriges. Die Hits wie “The Fallen” und “Goonies Never Say Die” kamen richtig fett rüber, ohne dass der Gesang wie so oft in der Soundschlacht unterging. Aber auch das restliche Songmaterial, konnte überzeugen und hat mich im Nachhinein nochmal näher an das letzte Album geführt. Als dann zum Schluss noch “Mutiny!” zum Besten gegeben wurde, schleifte selbst ich nochmal den Kadaver in die Grube und arbeitete mich in die erste Reihe vor. Schönes Ding, das hat sich wirklich gelohnt.
Nach dem Konzert wurde noch der große Run abgewartet, ich kaufte mir das Album von “Broadway Calls” für 10 € und dann ging’s inclusive Burger King Pause gen Heimat. Zu Hause war ich um 3 Uhr, keine schlechte Zeit. Achja, als “Warmmachmusik” für die Show lief, wenn ich das richtig erhört habe, das Greatest Hits der Foo Fighters. Wenn ja, war das nich wirklich innovativ auf Play gedrückt, aber irgendwas is ja immer…
@Rob: a)zufrieden? b)ich bin doch auf einem Bild zu sehen. Ist allerdings mehr so Marke “Suchbild”.


Gonna walk around and drink some more

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Nachdem ich eben in gewohnter Manier, den Tatort geschaut habe, der mit Thiel und Boerne quasi über Bestbesetzung verfügte, konnte ich mich entgegen meiner Vermutung nochmal aufraffen, um hier was upzudaten. Irgendwie bin ich nach der gestrigen Einwehungsparty im lieblichen Durnhulzhusen, die Oli und ich besucht haben, noch etwas angeschlagen. Trotz Zeitumstellung war es ziemlich spät, da konnte auch die Tatsache, dass die Feier gewissermaßen in unserer Nachbarschaft stattfand, nix mehr rausholen. Ganz witzig war es dennoch, da es viele Süßigkeiten und lustige Hüte gab (kein Scherz).

Achja, was hat das eigentlich mit dem Titel zu tun? Überhaupt, warum fühle ich mich, seit ich diese Titelleiste habe, eigentlich dazu gezwungen, Titel auszuwählen, die zu meinem jeweiligen Inhalt passen? Ich hoffe, dass mich das unterbewusst nicht zu stark einschränkt, denn schließlich sind viele meiner früheren Einträge auf so undurchsichtige Weise entstanden, dass ich für sie niemals im Vorfeld eine Überschrift hätte finden können. Jetzt muss ich also zusätzlich zum gewohnten Schlusswort bereits vor dem eigentlichen Update anfangen mir was zu überlegen…

Und Ergebnis dieser Überlegung war heute eben der oben zu lesende Titel, der gleichzeitig auch der Titel des letzten “Set Your Goals”-Albums ist. Am Freitag wollte ich nämlich mit dem Auto in die Stadt fahren und merkte zu meinem Entsetzen, dass ich meinen IPod vergessen hatte. Da ich aber wusste, dass bis einschließlich letzten Samstag die 20%-Woche beim Müller stattfand, bin ich sofort mal da reinspaziert und habe mir CDs gekauft, um die musikalische Ausgangslage auf ein erträglicheres Level zu befördern. Unter anderem bin ich da auch auf das erwähnte Album gestoßen, dass ich mir, da ich ein großer Fan des Vorgängers “Mutiny!” (vgl. Mutiny!) bin, eigentlich schon längst gekauft haben wollte. Allerdings war ich mir dann zwischenzeitlich doch nich so sicher, obwohl ich den Vorabsong “The Fallen…” wirklich genial fand. Naja, jedenfalls hab ich mir das Teil jetzt gekauft und neben dem genannten “The Fallen…” ist mir beim ersten Durchhören direkt der Song “The Few That Remain” aufgefallen und zwar deshalb, weil sich mitten im Song eine Frau einklinkt, die ich zuerst nicht wirklich zuordnen konnte. Da sie relativ schnell anfing, zu schreien, musste ich direkt mal an Candace Kucsulain von “Walls Of Jericho” denken. Ein Blick in die Credits verriet aber Hayley Williams als Urheberin des Schreis und diese Dame ist die Frontfrau von “Paramore”, die wiederum irgendeinen Song zu dem Film “Twilight” gemacht haben (ihr wisst schon, diese Verfilmung der Biss-Bücher oder so). Zumindest mit roten Haaren lag ich also schonmal richtig…

















Ich werde übrigens höchstwahrscheinlich am 05. Dezember nach Köln fahren, um mir dort “Set Your Goals” anzuschauen, die da mit “Broadway Calls” und “Fireworks” auftreten. Ich versuche auch mal, das in den Kalender einzutragen. Mitfahrwünsche werden entgegengenommen.


May I never lose my youth and if I do may I be forgettable

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