Posted on 05-09-2010
Filed Under (Aktionen, Handball, Recently Watched) by Urius

Jawoll, soeben ging der letzte Dellwo/Sänger-Tatort über die Mattscheibe und ich habe ihn natürlich wieder knallhart in Konferenzbetrachtung mit Oliver H.C. gesehen. Wie funktioniert eine solche Konferenzbetrachtung? Ganz einfach, beide Personen müssen den zu betrachtenden Film sehen, sich dabei aber in unterschiedlichen Räumen befinden und gleichzeitig noch in Rufweite bleiben. Diese Methode bringt mehrere Vorteile mit sich:

a) Man muss sich nicht dabei zusehen, wie man zusieht. Ein häufig unterschätzter Vorteil, denn viele machen Killefitz oder gar Kikifax während sie TV schauen und lenken dadurch vom Geschehen ab. Manchmal lustig, beim Tatort aber einfach unangebracht und daher out!

b) Neben der Aufmerksamkeit leidet oft auch das Urteilsvermögen unter der Anwesenheit anderer Hippen vor Ort. Bereits die kleinste Veränderung von Gestik oder Mimik kann Spannung vaporisieren oder etwas witzig erscheinen lassen, obwohl es das z.B. gar nicht ist. Durch die Konferenzbetrachtung entfällt dieser Faktor. Lediglich akustische Signale können Informationen über die fremde TV-Erfahrung übermitteln, weshalb nur an ausgewählten Passagen ein Austausch stattfinden kann. Schließlich hört man ja sonst nix, da man ja vor allem rufen muss, wobei ein sehr lautes Sprechen gemeint ist (lautes Lachen mit inbegriffen).

Mit Hilfe dieser Technik lassen sich die wirklichen Perlen aus dem Fruchtfleisch der Tatortmuschel ernten, die teilweise noch zahlreiche Stunden überdauern und mit etwas Glück sogar lebenslange Alltagstauglichkeit erlangen. Klar dürfte sein, dass sich vor allem Szenen, in denen Bier vorkommt, großer Beliebtheit erfreuen. So war auch die heutige Konferenz ein großer Erfolg – nicht zuletzt aufgrund des im Film vorhandenen Dosenbieres. Ein ausgefeilter Schachzug der Filmemacher. Ich jedenfalls bin zufrieden. Auch weil es ein Spruch auf meine Gedächtnispinwand der endlosen Ewigkeit geschafft hat. Daumen hoch.

Nach diesem Ausflug in die Welt von Funk und Fernsehen noch eine Randnotiz zum Thema Sporcht: Trotz meiner zurückgefahrenen Handballaktivität war dieses Jahr bereits jetzt ein Erfolg in Sachen Leibesertüchtigung. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ist es uns, einigen ausgewählten Mitgliedern der Uriusarmy, gelungen, dass Taunus-Double zu holen. Nachdem wir schon vor zwei Wochen beim Bembel-Cup abgeräumt hatten, war auch am vergangenen Wochenende beim Fan&Friends-Day kein Kraut gegen uns gewachsen. In einem glorreichen Finale holten wir uns den Pokal, der uns rein objektiv gesehen, schon letztes Jahr zugestanden hätte. Dementsprechend haben einige wenige Personen in diesem Jahr die Möglichkeit, das goldene Buch der Stadt Usingen zu gewinnen, indem sie mit dem Flunkyballturnier am kommenden Wochenende das dritte Großereignis in diesem Jahr für sich entscheiden. Klare Favoriten für diesen Titel sind Thorti und der Hase, die als Vorjahressieger in das Flunky-Turnier starten. Aus Fairnessgründen muss man dazu sagen, dass beide nicht dem Gewinnerteam des letzten Jahres angehören, aber das sind Feinheiten, die in der Welt des Trinksports kein Gewicht haben. Hinten kackt die Ente, was mit ziemlicher Sicherheit Fakt ist.


Mark Wahlberg is wearing a hat

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