Posted on 10-01-2011
Filed Under (Aktionen, Games) by Urius

Am Wochenende war mal wieder eine Runde Axis & Allies angesagt. Nachdem wir in letzter Zeit hauptsächlich Twilight Imperium und in allerletzter Zeit vor allem Descent gespielt hatten, kam am Samstag die magische Anzahl von fünf Personen auf dem Sussenboden zusammen. Bei fünf Leuten gibt es natürlich zunächst einige Sachen zu beachten. Darunter wären: 1.) Skat ist raus, kann aber eh kaum einer von uns und daher 2.) Eine Menschenpyramide ist ebenfalls raus. Warum? 3-2-0 ist ein Plateau und 4-1-0 nimmt niemand wirklich ernst, außer es wird verdammt gut umgesetzt, was bei (meistens) zwei untätigen Leuten nicht einfach ist. 3.) Vier gewinnt, Viererpasch, kein Bier vor vier und Vier of the Dark sind ebenfalls raus. Des weiteren gilt wie immer in solch personenreichen Konstellationen 4.) No crossing swords.

Allerdings ist die Fünf auch die magische Zahl für Axis & Allies, da man einen Engländer, einen Amerikaner, einen Russen, einen Deutschen und einen Japaner benötigt. In der größten Not tun es zwar auch fünf normale Typen, die Atmosphäre leidet in diesem Fall jedoch ungemein. Ich musste zu meiner extremen Begeisterung für alle den Briten geben und zusammen mit j-suss, meinem fiesen Redneck-Kumpanen und Fabi-(I)Wahn den schnauzbärtigen Rob und seinen fast schon hysterischen, ja panischen Verbündeten aufs Korn nehmen.

Als erstes befahl ich meinem Volk, eine Fabrik in Indien zu bauen. Quasi das Proxy Gateway des Axis & Allies- Universums. Man setzt dem Japaner eine Menge Geld in Form eines Industriekomplexes vor die Nase und muss hoffen, dass dieser einem nicht die Tour vermiest. Wenn es aber klappt hat man die kurzen Nachschubwege in Richtung Pazifik und Russland. Der Fachmann sagt auch “Zwo, Eins, Risiko!” und hofft, dass es gut geht. Wenigstens ging die Fabrik nicht flöten und ich konnte, während der deutsche Panzersturm gen Moskau rollte und Japan sowie Amerika den Pazifik mit Metall verkleideten, immer mal wieder ein paar Einheiten an Väterchen Russland abtreten (Lend-Lease Act sei Dank). Im Endeffekt brachte uns dann das stetige “Geld-im-Russen-Versenken” auch den Sieg, da Rob immer wieder mit unzähligen Maulwurfspanzern (die ihren Namen im Übrigen deshalb tragen, weil sie nur auf Maulwürfe schießen können, da ein überirdisches Kanonenrohr fehlt) gegen unseren alliierten Beton fuhr. Als dann auch noch der Japaner, der zuvor schon seine Pazifikflotte verloren hatte, kurz vor Moskau Steine im Schuh hatte, war der Markt verlaufen und wir die siegende Partei.

Die Erkenntnis, dass man durch das Singen sinnfreier Lieder die Würfelergebnisse positiv beeinflussen kann, brachte den gewünschten Erfolg und auch der “So viele Augen”-Slogan, der den Gegner erwiesenermaßen zum schlechten Würfeln bewegen kann, tat sein Übriges um den Deal zu sealen. Mit anderem Würfelglück bzw. anderen Würfelsongs hätte aber auch mal wieder alles ganz anders ausgehen können…


You gotta know your limits with a boombox

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